SPD Endenich/Weststadt
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AG Klärschlamm

Unser Klärschlamm-Blog

Energiebilanz 6: Welche Strategie hat bei den Energieüberschüssen die Nase vorn?

Um es kurz zu machen: Seriöserweise muss man sagen, dass es keine eindeutige Antwort und damit keinen klaren Sieger gibt. Denn es gibt eine Reihe von Unklarheiten und auch widersprüchlichen Angaben. Außerdem kommt es darauf an, welche Aspekte betrachtet werden.

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Energiebilanz 4 – Begrenzte Energiegewinne bei der MVA-Strategie

Theoretisch besticht das Konzept, Klärschlammverbrennung und Heizkraftwerk Nord in Bonn zu kombinieren. Die genauere Prüfung überzeugt aber keineswegs. Denn die versprochenen Energievorteile sind vermutlich deutlich geringer als die bisherigen Versprechungen suggerieren. Fehlanzeige besteht zudem weitgehend zu harten, nachprüfbaren und in sich stimmigen Fakten der Energievorteile.

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Energiebilanz 3 – Positive Energiebilanz beim Salierweg

Für die Klärschlammverbrennung am Bonner Salierweg liegen sehr detaillierte Ausarbeitungen und Zahlen für mehrere Varianten vor. Sie zeigen, dass der Salierweg einen Vergleich mit der MVA-Strategie keineswegs scheuen muss – im Gegenteil. Dennoch gibt es auch hier einige „blinde Flecken“ und widersprüchliche Angaben, die bisher nicht geklärt werden konnten.

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Energiebilanz 2 – Die Mär von den großen Energie“gewinnen“

Nur bei der MVA-Strategie entstehe ein „Energiegewinn“, der im modernen, benachbarten Heizkraftwerk Nord besonders effizient genutzt werden könne - so das Credo der MVA-Geschäftsleitung. Mit genauen Zahlen wird das nicht belegt. Das ist nicht erstaunlich. Denn auch beim Salierweg fallen Überschüsse an. Und generell gehen die Gutachter vom Ingenieurbüro Born-Ermel nur von geringen Überschüssen aus.

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Emissionen 5 – Gerüche: Es stinkt zum Himmel – zumindest manchmal

Geruchsbelästigungen werde es nicht geben, verspricht die MVA-Geschäftsleitung. Denn im geschlossenen Annahmebereich werde die Abluft durch Unterdruckhaltung vollständig erfasst. Dass dies keine Garantie für gute Luft ist, legen Informationen aus Kelsterbach und Düren nahe. Übrigens klagen schon bisher Anwohner*innen über zeitweise Geruchsbelästigungen – Quelle bisher nicht identifiziert.

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Energiebilanz 1: Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Ein wichtiges Argument vonseiten der Befürworter der MVA-Lösung ist, dass sie eine günstige Energiebilanz aufweise. Denn Abwärme aus der Klärschlammverbrennung könne im benachbarten Heizkraftwerk Nord genutzt werden. Für diese Diskussion zur Energiebilanz bei der Klärschlammverbrennung ist es hilfreich, sich zunächst mit Grundlagen der Kraft-Wärme-Kopplung vertraut zu machen.

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Schadstoffe 1 – Schadstoff ist nicht gleich Schadstoff

Schadstoff ist nicht gleich Schadstoff. Wenn wir über Schadstoffe bei der Klärschlammverbrennung reden, gilt es daher genauer hinzuschauen. Schädigen die Substanzen die menschliche Gesundheit oder belasten sie „nur“ die Umwelt (also Boden, Luft, Gewässer) oder tragen sie zum Klimawandel bei? Verursachen sie eher Kopfschmerzen oder sind sie krebserregend, möglicherweise bereits in kleinen Mengen? Reichern sie sich in der Umwelt und im menschlichen Körper an? Und woher kommen die Schadstoffe?

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Schadstoffe 3 – Was ist drin im Klärschlamm (2)? Von Schwermetallen bis zu Krankheitserregern

Schauen wir uns die Inhaltsstoffe im Klärschlamm genauer an: Schwermetalle, organische Verbindungen, Arzneimittelrückstände, Nanomaterialien, Krankheitserreger

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Schadstoffe 2 – Was ist drin im Klärschlamm (1)? Ein kurzer Überblick

Klärschlamm entsteht bei der Reinigung des Abwassers. Ein großer Teil kommt aus unseren Toiletten und aus der Küche. Weiter spielt das Abwasser von den Straßen, aus Gewerbe und Industrie eine Rolle. Die Folge: Im Klärschlamm finden sich unterschiedlichste Stoffe. Von Nährstoffen wie Phosphor bis hin zu krebserregenden Substanzen wie Dioxinen oder Krankheitserregern wie Viren ist eine breite Palette vertreten. Vor allem die Ausbringung als Dünger in der Landwirtschaft wird daher zunehmend kritisch gesehen. Aber auch bei der Verbrennung werden keineswegs alle Schadstoffe zerstört.

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Gesundheit 1 – Lungenfachärzte fordern zusätzliche Vermeidung von Luftschadstoffen

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DPG) fordert mehr Maßnahmen, um die Luftqualität in Deutschland zu verbessern. Denn Luftschadstoffe gefährden unser aller Gesundheit. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke. Allein die Feinstaubbelastung in Deutschland ist jährlich verantwortlich für 600 000 verlorene Lebensjahre. Grenzwerte, die eine Gesundheitsgefahr ausschließen, konnten bisher nicht ermittelt werden. Für Bonn bedeutet dies, dass eine höhere Schadstoffbelastung durch eine große Klärschlammverbrennungsanlage mitten in der Stadt keine Option sein kann.  

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Immissionen 1 – Schadstoffe kommen großenteils in Bonn nieder

Emissionen bezeichnet die Schadstoffe, die oben aus dem Schornstein herauskommen. Das ist keineswegs gleichbedeutend mit den Immissionen, nämlich dem, was „unten“ ankommt und auf Menschen und Natur in einem bestimmten Gebiet (meist negativ) einwirkt. Die MVA hat eine Untersuchung u.a. zu den Immissionen einer künftigen größeren Klärschlammverbrennungsanlage in Auftrag gegeben. Sie macht deutlich, dass der größte Teil der Schadstoffe in Bonn niedergeht.

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Verkehr 1 – Vernachlässigbare Transportemissionen in Bonn bei Lösung Salierweg

Die Emissionen aufgrund des Transports sind beim Salierweg mit knapp 4 t/a sehr gering. Denn der überwiegende Teil des Schlamms entsteht vor Ort oder kommt per Schlammdruckleitung an. Bei der MVA-Lösung erhöht sich die LKW-Zahl um 3x2 (Hin-/ Rückfahrt) pro Stunde, derzeit sind es 12x2 Fahrzeuge. Daraus resultiert für den Raum Bonn die höchste Belastung (478 t/a, fast ausschließlich CO2). Auch die Kooperationslösung liegt mit 189 t/a deutlich darunter.

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Emissionen 2: Entwarnung bei den Grenzwerten der Bonner Müllverbrennungsanlage?·

Die gute Nachricht zuerst: Die Bonner Müllverbrennungsanlage (MVA) hält die geltenden Grenzwerte insgesamt sicher ein. Es gibt aber einzelne Überschreitungen. Außerdem ist die MVA eine der größeren Einzel-Emissionsquellen in Bonn.

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Emissionen 3: Fast eine halbe Tonne Schadstoffe täglich aus dem Schornstein der MVA

Die Ausschöpfung der Grenzwerte stellt nur einen Aspekt der Schadstoffbelastung dar. Relevant ist auch die absolute Menge (Gesamtfracht), die eine Anlage emittiert. Bei der Bonner Müllverbrennungsanlage (MVA) sind dies pro Jahr 165 Tonnen. Jeden Tag kommt daher fast eine halbe Tonne (452 kg) an Schadstoffen aus dem Schornstein. Zusätzlich belastet das benachbarte Heizkraftwerk Nord die Bonner Luft mit etwa einer weiteren Tonne.

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Emissionen 4: Heizkraftwerk Nord - modern, aber dennoch eine Stickoxidschleuder

Das Heizkraftwerk Nord (HKW Nord) ist eine hochmoderne, umweltfreundliche Anlage. Mit einer neuen Gas-und-Dampf-Turbinenanlage erreicht sie einen Wirkungsgrad von 90 %. Das spart viele Schadstoffemissionen ein. Aber: Noch vor der benachbarten MVA ist das HKW Nord absolut einer der großen Einzel-Emittenten in Bonn. Bei den Stickstoffen ist es sogar mit 294 Tonnen jährlich der größte industrielle Emittent. Zusammen mit der MVA ist es für 15 % der Bonner Stickstoffemissionen verantwortlich. Zahlen zu weiteren Schadstoffen werden nicht veröffentlicht.

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Emissionen 1 – Schadstoffausstoß der neuen Klärschlammverbrennungsanlagen

In der Umweltanalyse wurde für die diskutierten Anlagen und Strategien berechnet, wie viel Schadstoffe sie maximal ausstoßen würden. Es überrascht nicht, dass ein deutlicher Zusammenhang zwischen den Emissionen und der Anlagengröße besteht und dass es für Bonn am günstigsten wäre, wenn eine Anlage außerhalb gebaut würde. In der Gesamtbetrachtung schneidet aber Strategie 4 (MVA-Lösung) etwas besser ab als die anderen Varianten.

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Klärschlammverbrennung – Warum besteht Handlungsbedarf in Bonn?

Aus drei Gründen müssen wir uns in Bonn Gedanken machen, wie unser Klärschlamm künftig entsorgt werden soll.  Es gibt neue Vorschriften, die die Verwendung von Klärschlamm in der Landwirtschaft einschränken und die vorschreiben, dass künftig der Phosphor im Klärschlamm zurückgewonnen wird. Bonn hat zwar schon eine Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm (MKVA), sie ist aber „in die Jahre gekommen“.

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Strategien für die künftige Verbrennung des Bonner Klärschlamms - Aller guten Dinge sind drei (oder vier)

Für die künftige Entsorgung des Bonner Klärschlamms werden drei, genauer vier Alternativen diskutiert: 1. eine Kooperation mit anderen Abwasserverbänden aus dem südlichen NRW, 2. eine neue Anlage für Klärschlammverbrennung am bisherigen Standort Salierweg in Bonn – entweder mit oder ohne Trocknung des Klärschlamms vor der Verbrennung, 3. ·eine Anlage auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage im Bonner Zentrum.

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